Textversion

"Große" Clubfahrt

Sie sind hier:  >>> Startseite 

Informationen zu allen Club-Veranstaltungen

 

auch die schönsten Tage gegen einmal zu Ende .....
 
mit "Tränen in den Augen"
berichten wir hier von unserm Ausflug in den Schwarzwald

 

 



Reisebericht zur MRC-Clubtour 2016 oder: Das Wort zum Chaos

Was für eine Clubtour!! Super Wetter, dazu wunderbare Touren und Strassen, liebe, nette Teilnehmer und jede Menge Spass und und und …. Aber jetzt mal schön der Reihe nach.

Die MRC-Clubtour 2016 stand anfangs unter keinem guten Stern. Frank musste als Tourguide verletzungsbedingt passen, da an Motorradfahren nicht zu denken war. Nun, der Ast ist drangeblieben und das Organisatorische mit Hotelsuche, Teilnehmermeldung, Buchung und natürlich die Tourenplanung hat Frank dennoch mit viel Engagement und einer Engelsgeduld für uns erledigt. Dafür jetzt schon mal vielen Dank.

Am 5. Mai sind wir mit 17 Motorrädern gegen ½ 10 vom Hof gerollt. Ja, Ihr habt richtig gelesen, ½ 10, also pünktlich und das obwohl keiner überhaupt festgelegt hatte, wann wir starten wollen. Macht der Gewohnheit eben bei dem Einen, senile Bettflucht oder ein stetig „motivierendes“ Weib bei dem Anderen. 2 x Burg Sponheim umrundet wegen Kulturprogramm und dann auf geradem Weg über Johanniskreuz bei Wörth über den Rhein und auf Höhe Rastatt in den Nordschwarzwald. Pech für alle Teilnehmer: der Sportwart und Aushilfs-Tourguide ist auf Diät, daher kaum Pausen und nichts richtig Nahrhaftes zum Essen. Ankunft gegen 17:00 Uhr im Hotel in Simonswald und kaum Teilnehmer verloren!! „Kaum“ heißt in diesem Fall weniger als 25 % unterwegs verloren und das sollte, wie sich im Nachhinein rausstellte, für diese Tour auch die Bestmarke bleiben. Nun, wenn man eben das Tempo des Aushilfs-Tourguides nicht gehen kann oder der Fahrer/die Fahrerin die Leistungsdefizite der grünen Teile, BMWs und KTMs nicht durch fahrerisches Können ausgleichen kann, passiert so etwas.

Schönes Hotel, angenehme Atmosphäre und freundliches, flexibles Personal und ein Abrechnungssystem für Getränke, das man schon nach kaum 72 Stunden vor Ort in Ansätzen begriffen haben könnte. So wie ich das verstanden habe, werden beim Kassieren die Getränke auf dem Deckel mit der Anzahl der besetzten Stühle am Nebentisch addiert und mit der Wurzel aus Bedienung und Datum der Bestellung multipliziert. Dann wird die Summe durch den anwesenden Dackel geteilt und vor 22:00 Uhr bei der Schwiegertochter der Bedienung am Stammtisch, nach 22:00 Uhr bei der Mutter des Neffen der Chefin bezahlt. Gut, unser Opa hat damals nur nach Zeitansatz abgerechnet: Wie lange bist du schon hier, mein Junge? Ah seit ½ 11 Uhr, das macht dann 16,20 DM bitte.

Vor Ort haben wir die Clubtour um weitere selbstständig angereiste Stammgäste erweitert und den Abend wie üblich und mit oben dargelegtem „Kollegin geht gleich - bleib am Tisch sitzen - wo ist der hin - wer hat hier gesessen – pass auf den Dackel auf - Deckel-Bezahlverfahren“ genossen.

Wir schreiben den 6. Mai 2016 8:17 Uhr MEZ: Volker betritt, „motiviert“ von seiner Frau Anja, den Frühstücksraum im Schlafanzug (dachte ich zumindest, war aber kein Schlafanzug). 3 La Ola-Wellen, begleitend dazu Pyrothechnik in rot und blau und der Klang von mindetens 4 Vuvuzelas wären die angemessene Reaktion gewesen. Stattdessen stille Anerkennung für eine außergewöhnliche Leistung, die es so nicht wieder geben wird. Es dürfte überhaupt Volkers erster Sonnenaufgang außerhalb des Bettes gewesen sein.

Die Tour am Freitag ist schnell abgehakt: geplant war eine gemeinsame!!! Tour zum Rheinfall und über Schauinsland und Kandel zurück. Gemacht haben wir: BMW repariert, gemeinsam vom Hof gerollt, in gefühlten 14 Grüppchen flächendeckend den südlichen Schwarzwald sowie Ausläufer der schweizer Alpen (Italien? Südfrankreich?) beackert, dabei gesamt etwa 4 Stunden gefahren und ca. 7 Stunden irgendwo auf irgendwen gewartet oder irgendeinen gesucht. Nebenbei haben John und ich 1 x Rheinfall und 1 x Reinfall am gleichen Tag erlebt und die Gäste aus Höxter mussten sich als Einzelkämpfer in ungewohntem Terrain bewähren.
Streichen wir das Positive heraus: Danke Anja für ein einzigartiges Highlight am frühen Morgen. Fast gemeinsam los gefahren, alle irgendwann wieder angekommen im Hotel, keine Aus- oder Unfälle. Eine noch brauchbare halbe Bockwurst mit Senf und ein nur 2 x angebissenes Brötchen, dazu ½ Cola und ein noch feuchtes Brillenputztuch im Müll gefunden und durch 2 geteilt, thank you so much, John. Auch für Dein Vertrauen in meine Ortskenntnisse (my Polish isn´t on a acceptable level for sure). Jeder hat etwas erlebt und am Abend viel zu erzählen. Nie zuvor ist der Südschwarzwald an einem Tag derart flächendeckend und individuell bereist und beschrieben worden. Jedes Katasteramt wäre dankbar gewesen.
Aber Lernen wir auch in Demut liebe Gemeinde: 18 Jahre alte Batterie und schon kaputt? Kein Garantiefall, auch bei BMW nicht. Kennt man seine eigene Frau, deren Motorrad und die eng anliegende Kombi und weiß man um den fehlenden Orientierungssinn beim weiblichen Geschlecht, kann man die eigentlich nur verlieren, wenn man einer anderen „Gazelle“ am Strassenrand nachschaut, statt in den Rückspiegel. In lauen Mainächten kann man mit solchen Eskapaden die Temperatur im ehelichen Schlafzimmer deutlich senken.
Navi ist prima, wenn ´s geht. Geht´s nicht, ist ein Navi auch gut, nur nicht zum navigieren. Höxter ist flach, nicht so der Schwarzwald. Dank an Moni und Peter für die Geduld mit dem Guide.
Was brauchen wir zukünftig: Licht in den H-D Seitentaschen aus Säbelzahntiger-Leder!! Serie übrigens bei der 1600er AIDA in den Aussenkabinen (mit Dimmer, Rotlicht extra) und den Back- und Steuerbordgeschützen der HMS Honda Pan aus Braunshorn. Ruhe und Gelassenheit, ungefähr einheitliches Kartenmaterial, Namensschild für die eigene Frau, dazu Fahnenstange am Mopped. Gibt es übrigens beim Binz in der Kinderfahrradabteilung für 3,99 €. Sonst noch was?

Nun, wir haben dann noch am Freitagabend Soforthilfe aus der Homebasis nachgeführt: einen zusätzlichen Tourguide (oder was davon noch brauchbar war) und einen Kassenwart (wegen dem ….Dackel-Deckel-Bezahlverfahren), dazu ein optisch dominantes Servicefahrzeug. Über die Unterstützung haben wir uns alle sehr gefreut, weit weniger 3 H-D-Fahrer am Col des Bagenelles am Samstag. Mehr dazu später.

Die Tour am Samstag in die Vogesen war weit weniger spektakulär als die Tour einen Tag zuvor. Selbstheilung bei der HMS Honda Pan, dann wieder gemeinsam los gefahren und fast gemeinsam angekommen. Kleine Aussetzer beim Guide im Industriegebiet in Colmar, aber sonst im Großen und Ganzen ein akzeptables Ergebnis. Nichts desto trotz, auch hier muss Kritik möglich sein: Fahren ist in F nur auf befestigten Strassen erlaubt, auch wenn eine GS 800 Gelände kann (nur der Fahrer offensichtlich nicht). Fährt man Kurven richtig, nutzten sich die Reifenflanken ab und nicht die Mitte. Ganz F weint immer noch über den Hinterreifen der BMW am Col de la Schlucht. Und sind wir alle einmal ehrlich: Stefan mag uns und nur deshalb hat er uns die Demütigung mit der „roten Pest“ im Auspufftopf erspart und sich auf das „Filetieren“ von 3 H-D-Fahrern beschränkt. Roller ist nicht gleich Roller, das steht fest.
Der Samstag wurde beim gemütlichen Beisammensein im Hotel abgeschlossen, garniert durch die Ergebnisse am letzten Bundesligaspieltag.

Fast alle sind dann am Sonntag bei anhaltend tollem Wetter so nach Hause gefahren, wie sie am Donnerstag angereist waren. Und damit kommen wir zum abschließenden Fazit:
Tolles Wetter, tolle Touren im Schwarzwald, die für weit mehr als 3 Clubtouren reichen würden und ein schönes Hotel mit sehr nettem, freundlichem und hilfsbereitem Personal.
Liebe nette Teilnehmer und vor allem alle gesund geblieben. Wir haben viel Spass gehabt, mussten aber auch viel lernen und auch mindestens 5 x weinen. Aber, ich bin sicher, alle freuen sich auf die nächste Clubtour!

Euer Sportwart

 

 

Wenn Ihr Euch auf der Tour wohlgefühlt habt, freuen wir uns sehr über Euer Lob.
Aber auch Anregungen und Kritik nehmen wir gern entgegen. 

 

 

Nicht jeder, der uns schont, ist ein Freund, nicht jeder, der uns tadelt, ein Feind.

 

 

 

 

Zurück

Weiter

 

 

 

 

Der Schwarzwald, Motorradfahren auf höchstem Niveau

 

Der Schwarzwald ist das größte und höchste Mittelgebirge der Republik.
Das Kurvenangebot ist traumhaft,
alle denkbaren Schräglagenerlebnisse sind hier möglich.
Dazu immer Fernblick und Pausenstopps in malerischen Orten.

Der Name Schwarzwald kommt von den Bäumen, die dort stehen:
hauptsächlich Fichten.
Diese Nadelbäume sind zwar auch nicht schwarz,
aber sie wachsen sehr schnell und dicht.
Deshalb wirkt der Wald dort, wo die Fichten stehen, besonders dunkel.
Eben fast schwarz.

 

Übernachten werden wir im:

 

Gasthaus Zum Hirschen
Talstr. 11
79263 Simonswald
Tel.: 07683 / 260
http://www.hirschen-simonswald.de/

und werden von dort unsere Tagestouren in Angriff nehmen.
Für eine Übernachtung mit Halbpension, incl. Kurtaxe,
erwarten uns Kosten von ca. € 55,00/pP.

Hier geht es zu den weiteren Informationen zur Anreise
und den Tagestouren
Tour 1 am Freitag und Tour 2 am Samstag.

Wie immer bei solchen Veranstaltungen, ist die Anzahl der zur Vefügung stehenden Betten begrenzt.
Interessenten sollten sich daher umgehend bei Frank anmelden und sicheinen Platz reservieren.

Der MRC Hunsrück e.V. kann leider keinerlei Haftung übernehmen !